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FriZ Forum

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Liebe FreundInnen von der FriZ, es wäre schön, wenn Ihr auch einen Link zu unserer Zeitung legen könntet. Und schön wäre auch eine Austauschanzeige. Unsere Adresse: Redaktion Graswurzelrevolution, Breul 43 D-48143 Münster Deutschland Tel.: 00-49- (0) 251/48290-57 Fax: -32 E-Mail:redaktion@graswurzel.net Internet: www.graswurzel.net Mit antimilitaristischen Grüßen, Bernd Drücke (GWR-Koordinationsredakteur) P.S.: Ein Link zur FriZ findet sich auch auf unserer Homepage.
Redaktion Graswurzelrevolution <redaktion@graswurzel.net>
Thursday, January 02, 2003 at 17:18:12 (CET)
Schengen wir kommen... dabei dachte ich immer bei der Gründung der Eidgenossenschaft ging es vor allem darum, dass wir nie wieder für fremde Mächte Krieg führen werden. Den LINKEN sei Dank werde wir nun beim Kriegstreiben der USA und EU mitmachen müssen. UNO macht es möglich.
Hartmut B. <freizeit@bluemail.ch>
Thursday, December 12, 2002 at 00:03:21 (CET)
hallo, super seite hier...echt sehr informativ und objektiv.. weiter so.. bernd
Bernd <ochsenp@web.de>
Monday, November 25, 2002 at 15:43:10 (CET)
Hallo! Ich schreibe derzeit meine Maturarbeit zum Thema Genitalverstümmelung bei Frauen. Ich bin auf der Suche nach einem/r Interview-PertnerIn. Ich wäre für jeden Tipp äusserst dankbar!!! Liebe Grüsse Michaela Hartung
Michaela Hartung <michuhartung@gmx.ch>
Thursday, October 10, 2002 at 19:50:03 (CEST)
Hallo Ihr lieben Mitkämpfer, ich habe da ein Produkt gefunden mit dem Namen Slander one. Ich habe mit diesem Produkt 11 Kilo in drei Monaten abgenommen und das ganz ohne einen Diät oder Kalorien zählen. Ich sage gleich das dies hier keine Werbung sein soll, ich möchte nur Leuten helfen die das gleich Problem wie auch ich habe und nicht von Ihren Kilo runter kommen und auch gerne wie ich schöne Kleidung tragen wollen. Also ich habe es auf der Internetseite www.ohne-diaet.de bestellt und ich bin so was von begeistert, das kann sich keiner vorstellen!! Auch meine Bekannten nehme alles, mit diesen rein natürlichen Mittel, ab. Es ist kein Geschmacksverderber oder Sattmacher. Es bindet das Fett im Magen bevor der Körper es aufnehmen kann. Also schaut es Euch einfach mal an und probiert es aus. Ihr werdet ja dann selber sehen wie es wirkt. WWW.OHNE-DIAET.DE. Bis dann und viel Erfolg Eure Funnyballs.
Funnyballs <funnyballs@gmx.net>
Monday, October 07, 2002 at 14:33:47 (CEST)
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Wednesday, August 07, 2002 at 17:14:56 (CEST)
Ewiger Friede? Leute, stellt euch eine Welt vor, in der es keinen Streit mehr gibt. Alle Menschen sind gut, friedlich, selbstlos und fühlen sich sicher. Niemand benötigt "Streitkräfte" oder "Sicherheitsorgane". Es gibt keine Krankheiten. Mensch und Natur sind kerngesund. Keiner beutet die Erde oder seine Bewohner aus. Gedanken, etwas Negatives gegen das Gemeinwohl zu tun, sind undenkbar. Friede, Freude, Eierkuchen auf allen Ebenen. Natürlich ist das eine paradiesische Wunschvorstellung, bei der es nicht einmal des obligatorischen Utopievorwurfes zum Wegwischen bedarf. Aber schön wär‘s doch, oder? Aber bleiben wir realistisch. Wer die Menschen und die Menschheitsgeschichte einigermaßen kennt, ist schnell bereit, solche Wunschträume zu dämpfen. Könnte es nicht doch sein, daß die Menschen, durch welche Wunder auch immer, die Fähigkeit erwerben, ein solch paradiesisches Leben in vollem Bewußtsein und mit logischer Disziplin anzustreben und auch durchzuhalten? Aus Streitigkeiten erwachsen für alle annehmbare Kompromisse. Nutzen gibt es nur in vernünftiger Gemeinsamkeit. Niemand könnte die Boshaftigkeit entwickeln, diese allgemeine Solidarität zu stören. Es gehört schon eine gehörige Portion Naivität dazu, allen Menschen gleichermaßen eine solche Liebenswürdigkeit zuzutrauen. Die Menschheit, ein globales Kollektiv von Heiligen, schön wär’s, ganz bestimmt! Also bleiben wir doch besser mit sämtlichen Füßen auf dem Teppich und kurbeln unsere Ansprüche weiter zurück. Wie wäre es mit dem Wunsch, ein großer, maßgeblicher Teil der Menschheit, oder sogar die Mehrheit, sollte zu einer solch positiven Entwicklung willens und fähig sein. Es werden allgemeingültige Regeln geschaffen, in dessen Rahmen sich die Freiheiten der Individuen bewegen können. Einfühlsamkeit und moralische Stärke der Vernünftigen halten die möglichen Entgleisungen der weniger Vernünftigen in vertretbaren Grenzen. Ja, in einem solchen Paradies ließe sich auch als kleiner "Vielfraß" ganz gut leben, denn ein Stückchen Schlaraffenland wäre hier nichts absolut Verwerfliches. Aber wie sieht’s aus mit dem großen Bruder "Nimmersatt"? Kann er wirklich ohne Druck dazu angehalten werden, seiner grenzenlosen Habgier nicht die Zügel zu lockern? Schön wär’s, ist doch klar! Mir fehlt allein der Glaube. Wäre denn eine Welt denkbar, in der Menschen guten Willens, mit der erforderlichen Intelligenz und Weitsicht, ein System schaffen, welches Ungerechtigkeiten weitgehend ausschließt, Kriege verbietet und ein relativ gutes Leben für alle Menschen ermöglicht, ein System, welches durch ein für alle geltendes Weltrecht abgesichert wird, einer Rechtsordnung, die durchsetzbar ist und deren Beachtung in letzter Konsequenz – unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit der Mittel – auch mit Gewalt erzwungen werden kann? Bei dieser Vorstellung von einer möglichen Welt von Morgen bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr bereit bin, meine Ansprüche weiter zurückzuschrauben. Eine solche Vorstellung ist sicherlich noch eine Utopie, gemessen an den heutigen Zuständen. Gemessen an den Notwendigkeiten ist sie jedoch ein absolutes Muß. Es gibt kein mir vernünftig scheinender Grund, für dieses Fernziel heute noch nicht einzutreten. Es geht dabei nicht um enthusiastische Schwärmerei, sondern darum, die Konturen einer positiven Weltordnung zu ergründen und möglichst klar darzustellen, damit wir Menschen einer hoffnungsvolleren Zukunft entgegensehen können. Es geht auch darum, kurzfristige und mittelfristige politische Ziele wie auch persönliche Perspektiven an einem solchen Fernziel zu orientieren. Deshalb bin ich für die demokratische Weltunion und unterstütze das Weltbürger-Manifest "Plattform Planet Erde" als ein mir weitestgehend richtig erscheinendes Grundsatzdokument. Richard Maxheim Fasanenweg 14 D-55606 Brauweiler http://pan-gaia.bei.t-online.de/go.htm
Richard Maxheim <pan-gaia@t-online.de>
Wednesday, August 07, 2002 at 12:08:05 (CEST)
Hallo! Falls Sie auf Ihrer Seite http://www.efriz.ch/links/uni.html unser Institut hinzufügen wollen, können Sie das gerne tun: http://www.uni-tuebingen.de/pol/ oder http://www.uni-tuebingen.de/ib/ Mit freundlichen Grüßen Jürgen Plieninger
Jürgen Plieninger <juergen.plieninger@uni-tuebingen.de>
Wednesday, April 17, 2002 at 11:42:26 (CEST)
Hallo liebes FriZ-Team! Ich habe gerade gesehen, dass sich vor mir schon ein paar Gymnaziasten gemeldet haben bezüglich ihrer Maturaarbeit. Ich habe zur Zeit das gleiche Problem. Ich schreibe meine Maturaarbeit über das Thema: Psychologische Betreuung von jungen Frauen aus Kriegsgebieten. Nun wollte ich euch fragen ob ihr Material hättet wo ihr mir schicken könntet. Vielleicht kennt ihr auch eine Institution die Flüchtlinge betreut hat und könntet mir ihre Adresse schicken. Das wäre mega lieb von euch. Ich danke euch schon im voraus! Liebe Grüsse Ibe P.S.Zu einer gemachten Bemerkung zum Namen Kosov(a/o). Wen interessiert es ob man Kosovo oder Kosova schreibt? Da in Kosova aber über 90% der Bevölkerung albanisch sind, würde ich die zweite Möglichkeit für richtiger halten.
Ibe <ibe.h@gmx.ch>
Tuesday, February 19, 2002 at 20:00:13 (CET)
Ihr Frizen! Blauäugig oder was? Eure Situationsbeurteilung von fehlendem Weltfrieden, Ungerechtigkeit, unfairer Handel usw. ist ja gut und recht. Nur, Eure Schlussfolgerung ist meines Erachtens nicht nachzuvollziehen. Glaubt Ihr wirklich die UNO wird es richten? Die UNO wird von Tag zu Tag mehr durch die Mächtigen (was nicht heisst die Richtigen oder jene die Recht haben) instrumentalisiert. Nach dem Report von Brahimi sollte nun langsam jeder und jedem klar sein, dass die UNO nicht gewaltlos die Probleme dieser Welt lösen will, sondern die neue NATO-Strategie mittragen oder einverleiben wird. Das heisst Aufrüstung, kein Abbau der Atomwaffen, dafür Aufbau von neuen Streitkräften (auch in der EU). Habt Ihr die Konfliktherde im Nahen Osten, Tibet, Türkei, Afghanistan, Balkan, Tschetschenien, Irak usw. vergessen? Wenn heute die Engländer oder Amerikaner im Irak irgendwelche ?militärischen Ziele? bombardieren, die Türkei eine militärische Aktion gegen die eigene Bevölkerung durchführt, gibt?s nicht mal ne Zeitungsnotiz! Die USA haben in Afghanistan das selbe Rotkreuzlager mehrmals bombardiert! Wo war der Aufschrei in der UNO oder unserer ?Volksvertreter? in Bern? Die UNO interveniert bei massivsten Verstössen gegen Menschen- und Völkerrecht der NATO oder ihrer Mitgliedsländer nicht, wenn es gerade politisch nicht opportun ist. 4 der 5 Vetomächte sind im Krieg. Wie sollen ausgerechnet jene Staaten den anderen klar machen, dass Gewalt nicht das Mittel zu Lösung der Konflikte auf dieser Welt sind? Langsam macht sich (vorläufig vor allem in Friedensorganisationen im Ausland) ein Umdenken breit, welches die UNO nicht als jene Organisation sieht, welche uns vor Gewalt schützt, sondern Gewalt als Mittel für die Durchsetzung ihrer eigenen (jener der Grossmächte) einsetzt. In eurer Bücherliste habt Ihr das Buch von Boutros Boutros-Ghali. Er wollt die UNO auf die Charta besinnen. Über 160 Länder wollten ihn für die nächste Amtsperiode wiederwählen. Die USA haben es mit Lobbing und Druck fertiggebracht, den ihnen nicht genehmen Generalsekretär abzuwählen. Demokratie? Fairness? Heute 3.2.02 in den Nachrichten: - Die Hilfswerke wollen die WTO dazubringen, die weltweite Liberalisierung des Marktes einzuschränken. Ausgerechnet die WTO, welche als treibende Kraft dieser unsozialen, kapitalistischen Revolution der Neuzeit engste Verbindungen zur UNO aufweist, soll ihr eigenes Selbstverständnis in Frage stellen? Naiv? - NATO Generalsekretär Robertson verlangt, dass die USA die technische Rüstungszusammenarbeit mit Europa ausbauen. Der Export der reaktionären, neokolonialen und unmenschlichen USA-Strategie soll also auch in Europa endlich die nötige Unterstützung finden. Zbigniew Brzezinski lässt grüssen! Die Schweiz ist im Hinblick auf die Missachtung der eigenen Charta durch die UNO gut beraten, sich in sozialen und ökologischen Bereichen vermehrt in den UNO-Gremien zu Engagieren und die allgemeine Hilfe auszubauen. Einen Beitritt ist dafür nicht nötig. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Vertreter (Unsere? Wer wird sie eigentlich wählen?) in der Vollversammlung gar nicht erst in Versuchung kommen, durch sogenannte ?Sachzwänge? begründete Entscheide mitzutragen, welche der Charta widersprechen. Daher ein friedenspolitisches NEIN gegen den Vollbeitritt.
André F. Imbach <andreimbach@gmx.ch>
Sunday, February 03, 2002 at 13:04:59 (CET)
Klar braucht die UNO Reformen. Aber wer aussen vor steht wie die Schweiz und sich nicht verbindlich in einer Gemeinschaft beteiligt muss auch nicht das Gefühl haben denen sagen zu können in welche Richtung es geht. Dies ist nur ein Grund, weshalb ich für einen Beitritt bin. Denn nur wer dabei ist, hat meiner Meinung nach auch das Recht an der Wurzel das Problem anzupacken. Wer daneben steht und laut brüllt ist klar Aussenseiter. Irgendwie nicht so toll. Mit besten Grüssen Athit Forrer
Athit Forrer <aforrer@gmx.ch>
Monday, January 14, 2002 at 22:21:53 (CET)
Grenzenlose Gerechtigkeit Die Militäraktion der USA hiess zuerst übersetzt in etwa: Grenzenlose Gerechtigkeit. Das tönt gut. Das ist es doch genau, was wir wollen. Eine neue Gerechtigkeit, die nicht an Landesgrenzen Halt macht. G. W. Bush hat es wohl nicht so gemeint wie wir das verstehen, doch ich denke die Gelegenheit ist günstig wie noch nie, diese Forderung wirklich konsequent zu stellen. Grenzenlose Gerechtigkeit bedeutet, dass es ein verbindliches Internationales Recht gibt, an das sich alle, (auch die AmerikanerInnen und die AfghanInnen) halten müssen. Endlich ist Schluss mit dem "Faustrecht" in den Internationalen Beziehungen. Um dieses Recht zu schaffen, braucht es eine demokratische Gesetzgebende Behörde. Darin darf es kein Vetorecht mehr geben, keine Vorrechte für die wirtschaftlich oder militärisch Stärkeren. Wenn genug Leute auf der ganzen Erde diese Forderung stellen, wird es eines Tages möglich werden. Grundlagen für diese Idee sind längst vorhanden. Mit der UNO besteht eine Organisation, die die Macht und die Autorität hat, sich in die geforderte Richtung zu verändern. Mit der Menschenrechtskonvention besteht auch eine sehr gute Ausgangsbasis für ein internationales Recht. Was bisher fehlt ist eine Internationale Justiz und eine internationale Polizei. Um Grenzenlose Gerechtigkeit zu erreichen, muss jede Verletzung eines verbindlichen Rechtes geahndet werden, unabhängig davon, ob sie in Afrika, Asien oder den USA stattfindet. Die Strafe darf aber nur die Verantwortlichen und die Ausführenden treffen. Niemals wieder darf im Namen der Gerechtigkeit ein ganzes Volk in Hunger und Elend getrieben, oder dürfen Städte, Hochhäuser, Infrastrukturen zerstört werden. Wenn es Internationale Gerechtigkeit gibt, ist der Anlass für die meisten Kriege aufgehoben. Wenn ausgebeutete und Unterdrückte ihr Recht vor einem Unabhängigen Gericht einfordern können, müssen sie nicht mehr zu Terror und Drohung greifen. Wenn eine Internationale Polizei die Sicherheit gewährleistet, kann Polizei und Armee nicht mehr die eigene Bevölkerung unterdrücken. Grenzenlose Gerechtigkeit dient allen, die nicht auf Grund des herrschenden Unrechts im Vorteil sind. Die momentan wirtschaftlich und militärisch mächtigen Staaten ziehen für sich Vorteile aus ihrer Vormachtstellung. Sehr oft kommen jedoch diese Vorteile nur einem sehr kleinen Teil der Bevölkerung zu gute. Besonders in undemokratischen Ländern, bereichern sich wenige auf Kosten der existenziellen Bedürfnisse der Mehrheit. Die Mächtigen zahlen jedoch einen hohen Preis für ihre Vorrechte. Die Mittel, die jeder Staat für die Armee ausgibt, können, wenn sie koordiniert eingesetzt werden, viel mehr Menschen schützen. Der Gedanke, dass ein einzelner Staat seine BewohnerInnen alleine vor den "bösen Barbaren von drüben" schützen kann, ist endgültig überholt. Auch das Konzept der autarken Staaten ist überholt. Terrorismus, Kriminalität und wirtschaftliche Macht sind längst globalisiert. Darum muss auch der Schutz des Individuums davor globalisiert werden. Dem sicherlich grössten Teil der Menschen ist klar, dass sie durch ein internationales Recht nur an Freiheit und Ressourcen gewinnen können. Die Menschenrechte sind so grundlegende Rechte, dass nahezu jeder Mensch sie für sich selber immer und überall fordert. Die Wirtschaft proklamiert zwar Deregulierung der Märkte, vor allem wenn es um den Zugang zu fremden Märkten geht. Doch zeigt sich immer mehr, dass globale Wirtschaft auch globale Gesetze braucht um Chancengleichheit zu gewähren. Wer kann die Menschen dazu bringen, grenzenlose Gerechtigkeit zu fordern und zu verwirklichen? Zuerst denke ich an alle bereits bestehenden Menschenrechtsorganisationen. Viele andere Basisbewegungen sind Interessenvertreter der noch nicht gleichberechtigten Mehrheit der Menschen. Ebenso die Hilfswerke. Sie sehen sich täglich konfrontiert mit den Auswirkungen von Menschenrechtsverletzungen. Die meisten Katastrophen sind nicht Naturkatastrophen, sondern brutale Verletzungen der Menschenrechte. Parteien, die sozial, sozialistisch, freisinnig, liberal oder christlich sind, können heute nicht mehr anders, als ihre Grundanliegen von Freiheit und Gleichberechtigung weltweit einzufordern. Auch die Regierungen der demokratischen Nationen sollten ihre Menschenrechtspolitik nicht mehr wirtschaftlichen Interessen unterordnen. Sie können und müssen gemeinsam, im Rahmen einer weltweiten demokratischen Organisation eine neue Menschenrechtspolitik betreiben. Religionsgemeinschaften sind für viele Menschen die Vermittler von Werten. Jede Religion hat als zentralen Wert: Das Leben und die Würde des Menschen. Der Schutz des Lebens und der Würde der Menschen kann heute nur durch ein internationales Recht gewährleistet werden. Also, nichts wie los. Auf die Barrikaden, in die Medien, in die Tasten hauen, diskutieren, streiten, kämpfen, Initiativen ergreifen, vernetzen, aber ohne morden und ohne entwürdigen. Jede und jeder ist gefordert. Es kommt auf jeden Tag an, denn jeder Tag den das Unrecht weiterdauert, fordert Tausende Menschenleben.
Markus Irniger <m.irniger@freesurf.ch>
Thursday, December 06, 2001 at 14:04:55 (CET)
Terror im Palästina-Konflikt Dass in den Medienberichten über den Palästinakonflikt das Wort Terror immer wieder erscheint, ist für mich nicht verwunderlich. Was mich aber erstaunt, ist die Art und Weise, wie es gesetzt wird. Terror ist es, wenn Palästinenser Steine und Molotowcocktails werfen, mit ihren Gewehren schiessen oder Selbstmordattentate verüben. Was aber ist das, was Israel seit 1967 in den besetzten Gebieten tut, wenn Land von Palästinensern beschlagnahmt wird, um darauf Siedlungen zu errichten, wenn Land von Palästinensern beschlagnahmt wird, um Strassen zu bauen, die nur von jüdischen Siedlern und dem Militär befahren werden dürfen, wenn das Wasser Palästinas auf diskriminierende Weise zwischen jüdischen Siedlern und palästinensischen Bewohnern aufgeteilt wird, wenn Hunderte palästinensischer Häusern und Tausende Olivenbäume zerstört werden, wenn durch die schon Jahre dauernde Absperrung der Städte und Dörfer miliardenschwere wirtschaftliche Schäden entstehen ...? Und nun brüstet sich Israel, dass es schon lange gegen Terror kämpfe. Und auf Arafat wird mit Panzern und Raketen Druck ausgeübt, damit er endlich den palästinensischen Terror stoppe. Wer übt den Druck aus auf Israel, dass es seinen Staatsterror stoppe?
René Stucki, Schachen-Reute
Thursday, December 06, 2001 at 13:40:12 (CET)
Hey, ich bin auch für eine Schweiz ohne Armee! aber dieser Wunsch ist völlige UTOPIE, kaum vorstellbar! Darum wird die Abstimmung auch verloren gehen. MEIN VORSCHLAG: Die Schweiz soll ne Berufsarmee aufbauen, mit ca. 40'000 Leuten. Kostet zwar auch, aber easy. Ich kenne viele, die einer Berufsarmee beitreten würden. Auch vom Volk würde ein solcher Vorschlag eher akzeptiert! darum,... echt mal überlegen, ob das ne unterschriftensammlung wert wäre...
TomNovy <-->
Friday, November 30, 2001 at 20:34:04 (CET)
Guns don't kill people. People kill people.
Anonym <nobody@nowhere.com>
Friday, November 30, 2001 at 17:57:41 (CET)
Ich schreibe zurzeit an meiner Maturarbeit über das Thema "der Völkermord in Ruanda und die Stellung der internationalen Gemeinschaft (UNO, Frankreich, Belgien, usw.) damals". Könnten Sie mir vielleicht Unterlagen oder Interviewpartner für dieses Thema empfehlen? Vielen Dank schon im Voraus!!!
Susanne Kummer <susannekummer@hotmail.com>
Wednesday, September 26, 2001 at 13:01:04 (CEST)
Ich habe eigentlich nur eine Frage. Ich mache dieses Jahr meine Maturarbeit und zwar zum Thema Frauenbeschneidung in Afrika,ich möchte sie nune fragen,ob sie mir ev. irgendwelches Material diesbezüglich hätten. Ich würde sonst auch einmal vorbeikommen in der Woche vom 24.Septmber. Mit bestem Dank Christine Burkard
christine burkard <ch.burkard@tiscalinet.ch>
Wednesday, September 12, 2001 at 18:37:10 (CEST)
Hallo Friz! Ich wohne in Basel und mache eine Semesterarbeit über das Thema Strassenkinder. Deshalb suche ich Interviewpartner, die schon einmal mit Strassenkindern gearbeitet haben. Kennst du jemanden? Bitte hilf mir! Danke und bis bald. Julia
Julia <kcaceres@sonnhalde.ch>
Tuesday, September 11, 2001 at 14:54:16 (CEST)
Hallo Friz! Ich wohne in Basel und mache eine Semesterarbeit über das Thema Strassenkinder. Deshalb suche ich Interviewpartner, die schon einmal mit Strassenkindern gearbeitet haben. Kennst du jemanden? Bitte hilf mir!danke und bis bald. Julia
Julia <kcaceres@sonnhalde.ch>
Tuesday, September 11, 2001 at 14:53:19 (CEST)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, vor fast genau drei Jahren startete des Projekt ConverArt- Die Kunst der Abrüstung, das nach neun Ausstellungen in Deutschland und Paris mit insgesamt ca. 30.000 Besuchern Anfang dieses Jahres erfolgreich beendet wurde. Doch ConverArt wird auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sein eine virtuelle, dreisprachige Dokumentation ist seit September unter { HYPERLINK http://www.bicc.de/general/converart/ }www.bicc.de/general/converart/ zu finden. Neben einer Einführung in das Projekt und dem Geleitwort des Generalsekretärs der Deutschen UNESCO-Kommission Schöfthaler steht ein Rundgang durch die Ausstellung per Mouseclick im Mittelpunkt der Präsentation. Wir möchten Sie nun herzlich zu einem virtuellen Besuch von ConverArt einladen und würden uns freuen, wenn Sie an geeigneter Stelle auf die Web-Präsentation aufmerksam machen könnten. Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung und verbleibe mit freundlichen Grüßen Susanne Heinke
susanne heinke <heinke@bicc.de>
Thursday, September 06, 2001 at 15:20:01 (CEST)
Kosova-Kosovo-Kosov@? Auch in dieser FriZ ist wieder ein Text (zu Mazedonien) in dem fleissig über Kosov@ geschrieben wird - mit diesem grässlichen @Zeichen. Ich habe mir sagen lassen, dass dies aus politischer Korrektheit zu geschehen habe, weil Kosova albanisch und Kosovo serbisch sei (oder war es umgekehrt?). Führt diese bemühen um Korrektheit nicht gerade zum Gegenteil? Bis vor wenigen Jahren konnte ich getrost Kosovo schreiben, weil der Kosovo einfach Kosovo hiess - genauso wie die Schweiz auf deutsch eben Schweiz heisst und nicht etwa Suisse. Die Einführung des @ Zeichens, welches ich erstens unschön, zweitens schwer lesbar und drittens nicht vorlesbar finde, bin ich nun jedesmal, wenn ich Kosovo schreibe, zu einer politischen Stellungnahme genötigt: pro serbisch oder pro albanisch? Trotzdem: Ich für mich bleibe beim "Kosovo", genauso wie ich weiterhin nur "Schweiz" schreiben werde.
christian.engeli <mail@littleangel.ch>
Tuesday, July 17, 2001 at 12:36:14 (CEST)
Liebe FriZen Die Zeitung und die Websites sind höchst ansprechend gemacht und bringen eine Fülle von eindrücklichen und informativen Artikeln und Themen. Meine herzliche Gratulation für euer Know how und Know why!
Christian Vontobel <christian.vontobel@bs.ch>
Friday, July 13, 2001 at 10:46:50 (CEST)
Sinnvolles Gespräch kann nur durch gegensätzliche Meinungen angeregt werden. Die SVP gewinnt gerade deshalb, weil sie klar Opposition macht. Darum scheint mir eure Erkenntnis wichtig, dass im Wahlkampf in der Deutschschweiz viel zu sehr auf Abschwächung der Gegensätze und zu wenig auf das Deutlichmachen derselben gesetzt worden ist. Es ist zu wünschen, dass diese Lehre auch gezogen und in Zukunft konsequent umgesetzt werde. Ernst
Ernst Schmid <e.l.schmid@bluewin.ch>
Saturday, April 21, 2001 at 10:10:57 (CEST)
Nach der Abstimmung über die Umverteilungsinitiative: Eine Analyse des ernüchternden Ergebnisses und eine Auseinandersetzung mit Peter Hugs Interpretation. Zivile Öffnung statt Armeereform Die Auseinandersetzung um die Neuausrichtung der schweizerischen Aussen- und Sicherheitspolitik befindet sich in einer entscheidenden Phase. Kampagne, Diskussion und das Resultat der Umverteilungsinitiative bestätigen: In der Armeefrage gibt es keine «Koalition der Vernunft» mit dem VBS; die Linke muss klare friedenspolitische Alternativen einfordern. Die Abstimmungsresultate in der Westschweiz zeigen, dass dies auch an der Urne zu besseren Resultaten führt. Die Abstimmungskampagne und das Resultat der Umverteilungsinitiative sind – angesichts des Potentials dieser Initiative – ernüchternd ausgefallen. Konstant gute Umfrageergebnisse hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwarten lassen. Die Initiative wurde aber bei einer dürftigen Stimmbeteiligung von nur 41 Prozent abgelehnt und erreichte in der Deutschschweiz weniger Stimmenanteile als die Armeeabschaffungsinitiative, die 1989 69 Prozent an die Urnen mobilisierte. Anders als bei der Armeeabschaffungsinitiative, aber ähnlich wie bei der GSoA-Initiative gegen den F/A-18 1993 ist diese Abstimmungsniederlage politisch eine Enttäuschung. Kein Geld und eine falsche politische Strategie Das Abstimmungsergebnis ist teilweise mit Geldknappheit und dem Fehlen einer wahrnehmbaren Kampagne für die Umverteilungsinitiative zu erklären – aber eben nur zum Teil. Der Sieg in der Romandie wurde jedenfalls mit noch bescheideneren Mitteln errungen. Die Umverteilungsinitiative wurde aber in der Romandie von SP-ExponentInnen und anderen Persönlichkeiten vertreten, die die Initiative als Gegenprojekt zur Armeemodernisierung positionierten und die auch deutlich gegen das neue Militärgesetz Stellung bezogen haben. Diese klare Positionierung hat sich an der Urne offensichtlich ausbezahlt. Das entscheidende Problem war daher die politische Ausrichtung der Kampagne in der Deutschschweiz, bzw. die Hauptbotschaft, welche die wichtigsten ExponentInnen dieser Initiative (Barbara Haering, Peter Hug, Werner Marti) in der Deutschschweiz formulierten. Diese Kerngruppe verknüpfte nämlich viele gute friedenspolitische Argumente mit der Behauptung, es gebe keinen wesentlichen Unterschied zwischen der offiziellen Aussenpolitik und dem darin eingebetteten militärischen Reformprojekt der Armee auf der einen Seite und einem fortschrittlichen friedenspolitischen Projekt auf der anderen Seite.; der einzige wesentliche Gegensatz bestehe zwischen einer reformwilligen Öffnungs-Schweiz und den isolationistischen Neutralitätsaposteln. Ihr Argumentarium (abrufbar unter www.umverteilen.ch) ging von der Idee aus, die Umverteilungsinitiative sei ein Zukunftsprojekt für die Schweiz, weil sie «den Bundesrat beim Wort» nehme, und weil sie ermögliche, «endlich zu verwirklichen, was alle als notwendig erkannt haben». Noch deutlicher wird die Identifikation mit der sicherheitspolitischen Mainstream und mit der «neuen Armee» an anderen Stellen: Es sei nicht wahr, betonte die Kerngruppe immer wieder, dass die Umverteilungsinitiative die eingeleitete Armeereform gefährde. «Das Gegenteil ist wahr.» (Argumentarium). Die Initiative blockiere «den laufenden Reformprozess» ebensowenig wie das VBS-Konzept «Sicherheit durch Kooperation». Auch nach Annahme der Umverteilungsinitiative werde die Schweiz noch «über eine militärisch äusserst schlagkräftige, hoch moderne und auch für internationale Friedensmissionen bestens gerüstete Armee» verfügen. Es ist verständlich, dass die Initiativ-Kerngruppe sich von den radikaleren ArmeegegnerInnen abgrenzen und sich nicht mit diesen in einen Topf werfen lassen wollten. Immerhin forderte die Initiative tatsächlich nicht die Armeeabschaffung sondern die Reduktion der schweizerischen Militärausgaben auf europäische Durchschnittswerte. Doch es besteht ein fundamentaler Unterschied zwischen politischer Mehrheitssuche und der ideologischen Identifikation mit dem militärischen Modernisierungsprojekt des VBS, das während der Umverteilungskampagne bestenfalls noch in Detailaspekten kritisiert wurde. Die Kerngruppe versuchte sich aktiv dem VBS als Bündnispartner anzudienen – auch gegen die eigenen «natürlichen» Verbündeten aus den antimilitaristischen, pazifistischen, feministischen und globalisierungskritischen Segmenten der Friedensbewegung. Das Umverteilungs-Argumentarium betonte deshalb nicht den friedenspolitischen Grundkonsens sondern die Differenz des Kampagnenkomitees zu einem guten Teil der friedenspolitischen Linken im Hinblick auf das neue Militärgesetz: «Bundesrat Adolf Ogi [wird] Unterstützer und Unterstützerinnen der Umverteilungsinitiative für sich gewinnen müssen, wenn er im Sommer 2001 eine Mehrheit für die Vorlage zur Bewaffnung von Schweizer Truppen im Ausland finden will» (Argumentarium). Und mindestens implizit wurde sogar der Eindruck gefördert, die linken GegnerInnen des neuen Militärgesetzes seien eigentlich auch GegnerInnen der Umverteilungsinitiative. «Wer die sicherheitspolitische Öffnung der Schweiz will, stimmt JA für die Umverteilungsinitiative», heisst es da, und noch eindeutiger: «Die BefürworterInnen der Umverteilungsinitiative sind gut beraten, die Notwendigkeit zu betonen, die Schweiz müsse sich auch sicherheitspolitisch öffnen». Die Folgen der einseitigen Strategie Die von der GSoA an einer gemeinsamen Sitzung im vergangenen Mai ins Spiel gebrachte Idee, eine doppelte Kampagne zu führen, welche in der politischen Mitte integrieren und links – unter dem Motto: «ein grosser Schritt in die richtige Richtung» – mobilisieren sollte, stiess bei der Umverteilungs-Kerngruppe auf wenig Gegenliebe. Ihr Argument war, die Linke werde sowieso für die Initiative stimmen und es gehe darum, eine «Mehrheit in der Mitte» zu finden. Die GSoA hat diesen Entscheid respektiert, sich in der Deutschschweiz im Hintergrund gehalten und sogar die Teilnahme an Abstimmungspodien sowie an der Abstimmungs-Arena von der Zustimmung der Kampagnenleitung der Umverteilungsinitiative abhängig gemacht. In der Romandie und im Tessin hingegen engagierten sich ExponentInnen der GSoA Seite an Seite mit ExponentInnen der SP und Solidarité für die Umverteilungsinitaitive. Eine offene Auseinandersetzung über die Kampagnen-Strategie war vor der Abstimmung unmöglich, da sie der Initiative wohl nur zusätzlich geschadet hätte. Jetzt muss diese Diskussion jedoch stattfinden. Die Strategie, auf eine Koalition der Vernunft mit den Armeereformern zu setzen, statt eine klare friedenspolitische Alternative zum laufenden Armeemodernisierungsprojekt zu formulieren, hat sich unserer Meinung nach als untauglich erwiesen. Zwar konnte sich die Umverteilungs-Kerngruppe für die Zukunft als zuverlässige Verbündete des Bundesrates und als Verfechterin einer zukunftstauglichen, glaubwürdigen Armee positionieren . Aber diese «Koalition der Vernunft» hat der Umverteilungsinitiative und den darin formulierten friedenspolitischen Anliegen keinen Nutzen gebracht, ganz im Gegenteil. Das VBS und allen voran Adolf Ogi bekämpften das Volksbegehren kompromisslos – und einmal mehr im Gleichschritt mit dem «rechtsnationalen Landsturm». Die Spaltungspolitik gegen Links hingegen zeigte Wirkung: die Diskussion um die Umverteilungsinitiative war in der Deutschschweiz für viele potentielle JA-Stimmende schlicht uninteressant oder gar verwirrend. Die Initianten betonten die Gemeinsamkeiten mit dem VBS, das VBS betonte es hätte schon viel gespart und werde es auch weiterhin tun. Streit gab es in der Abstimmungsarena am ausführlichsten ob der Frage, ob die Armeekosten im internationalen Vergleich nun hoch oder tief sind. Zu Peter Hugs «Abstimmungsanalyse» Peter Hug selbst führt in seiner Abstimmungsanalyse drei Gründe für das ernüchternde Abschneiden der Initiative an. Erstens habe das «Konzept der militärischen Sicherheit» in der Bevölkerung nach wie vor eine hohe Glaubwürdigkeit. Dieses Gefühl werde heute «vorab am Beitrag der Armee zur Bewältigung von Naturkatastrophen» festgemacht. Zweitens habe das Bekenntnis des VBS zur «Reform» der Armee in der Deutschschweiz eine hohe Glaubwürdigkeit. Und drittens behauptet Hug, die Umverteilungsinitiative sei «an ihrem eigenen Erfolg» gescheitert. Da sie pragmatisch nur «die Frage, wie eingeleitete Reformen fortgesetzt werden sollen», beantworten wollte, habe sie nicht an die Urnen mobilisiert. Dieser Einschätzung können wir uns zumindest teilweise anschliessen. Aber Hug blendet aus, dass nicht der Text der Initiative sondern die von der Kerngruppe gewählte Ausrichtung der Kampagne – d.h. die Betonung der Gemeinsamkeiten statt der Differenzen zum VBS – zur Demobilisierung auf der Linken beigetragen hat. Ein Beispiel unter vielen: Nur wenige Wochen vor der Abstimmung dankte das Abstimmungskomitee «JA zur Umverteilungsinitiative» per Medienmitteilung der Armee für den «schnellen und unbürokratischen Einsatz» gegen die Überschwemmungskatastrophe im Wallis und im Tessin. In Notsituationen müsse «auch die Armee besonders ausgebildete Personen sowie Rekruten zur Verfügung stellen». Wer solche Botschaften verbreitet, sollte sich nachher nicht über die «in der Bevölkerung nach wie vor hohe Glaubwürdigkeit» der Armee wundern. Völlig absurd ist Hugs Versuch, die Abstimmungsniederlage im Nachhinein in einen politischen Sieg umzubiegen. Hug, der im Vorfeld der Abstimmung erklärt hatte, man könne die Umverteilungsinitiative mit einer Million Franken gewinnen, behauptet nun, das Abstimmungsresultat sei «sensationell», weil «die Réduit-Schweiz erstmals in einer sicherheitspolitischen Abstimmung überhaupt eine schwere Niederlage» erlitten habe. Das ist abenteuerliches Wunschdenken. Folgt man seiner Argumentation, wäre (in der Deutschschweiz) auch eine hundertprozentige Ablehnung der Initiative noch ein Sieg gegen die «Reduit-Schweiz» gewesen, da sich seiner Meinung nach hier «das Ja- und das Nein-Lager gegenseitig im Bekenntnis dafür (überboten), die Schweiz solle auf internationaler Ebene bedeutend mehr als bisher für die Konfliktverhütung und Friedensförderung beitragen». Auch hier wiederum ist der argumentative Widerspruch eklatant: Wer dem Bundesrat so viel friedenspolitische Vorschusslorbeeren verteilt wie Peter Hug, soll sich nicht gleichzeitig darüber ärgern, «dass sich eine Mehrheit der Stimmenden mit der bundesrätlichen Ankündigungspolitik begnügte und darauf verzichtete, die Weichen neu zu stellen.» Hugs gewagte Interpretation macht nur im Hinblick auf das politische Ziel einer Koalition mit dem VBS Sinn. Will Hug im Interesse dieses Ziels den Konflikt mit der SP-Linken, den Armeegegnern und anderen weniger reformeuphorischen Gruppen aus der Friedensbewegung zuzuspitzen? Liest man seinen «Ausblick aus persönlicher Sicht» drängt sich dieser Eindruck auf: «Es braucht eine Koalition der Vernunft, um gegen die AUNS und gegen die GSoA die Vorlage für den Einsatz bewaffneter Schweizer Truppen im Ausland durch die Volksabstimmung zu bringen. Dies wird nur gelingen, wenn die Vorlage viel deutlicher, als dies bis jetzt der Fall war, zu einem Projekt der aussenpolitischen Öffnung wird. Für mich persönlich bedeutet dies, dass ich mich öffentlich für die Bewaffnungsvorlage und gegen die neue Abschaffungsinitiative aussprechen werde.» Friedenspolitische Gegenprojekte: die aussenpolitische Alternative der Linken Die Beschwörung eines eingebildeten Sieges gegen die «Reduit-Schweiz» ist keine Basis für eine erfolgsversprechende friedenspolitische Strategie. Im Gegenteil: Schönfärberei behindert die Weiterentwicklung einer eigenständigen linken Perspektive in der Friedens- und Sicherheitspolitik. Der Bundesrat konnte in der Deutschschweiz, wo die Umverteilungsinitiative kaum noch als aussenpolitische Alternative zur neuen VBS-Doktrin «Sicherheit durch Kooperation» wahrgenommen wurde, eine Mehrheit wohl davon überzeugen, dass das Armeebudget nicht in die Verfassung gehört. In der Romandie, wo die Umverteilungsinititiave in der Tradition friedenspolitischer Gegenprojekte wahrgenommen wurde, gelang ihm das nicht. Die unterschiedliche Ausrichtung der Kampagne und ihre gegensätzlichen Abstimmungsresultate in der Deutsch- und in der Welschschweiz zeigen die beiden möglichen Positionierungen auf: A) Entweder unterstützen die linken SicherheitspolitikerInnen den VBS-Reformkurs, in der vagen Hoffnung, gestaltend darauf Einfluss nehmen zu können. Der Preis dafür wäre allerdings hoch: Die Linke müsste nicht nur das neue Militärgesetz schlucken und damit eine dauerhafte Beteiligung der Schweiz am neuen, von der Nato geführten (und von der Uno bestenfalls noch mandatierten) Konfliktmanagement unterstützen. Sie würde sich auch zur Helfershelferin der Armeemodernisierung machen, mit allen damit zusammenhängenden Konsequenzen: Neulegitimierung der Armee, neue Rüstungsprogramme, Militarisierung der aussenpolitischen Öffnungsperspektive, Belastung der EU-Beitrittsdiskussion mit einer militärisch-interventionistischen Komponente. Und ohne eigenständige, fortschrittliche Perspektive wird die Linke gespalten und bleibt in der sicherheitspolitischen Diskussion marginal. Die Erfolgschancen dieser Strategie sind daher minim. Noch im TV-Abstimmungsstudio vom 26.November gab der «liberale» Aargauer SVP-Nationalrat und Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft Ulrich Siegrist den Tarif durch: Von der von Barbara Haering und Peter Hug beschworenen Zusammenarbeit bei der Ausgestaltung der Armee XXI wollte der SVP-Mann nichts wissen. Die Sieger würden allein über die Armeereform entscheiden, beschied ihnen Siegrist. Politische Verlierer, so seine Botschaft, sind als «Partner» unerwünscht. B) Oder die Linke entwickelt ihre friedenspolitischen Projekte zu einer profilierten aussenpolitischen Alternative gegen das militaristische Erneuerungsprogramm des VBS. Sie wendet sich gegen die militärische Zusammenarbeit mit der Nato und fordert von der Schweiz eine Konfliktpolitik ein, die den Abbau von Konfliktursachen ins Zentrum stellt und konsequent auf internationale Zusammenarbeit, zivile Konfliktbearbeitung und Abrüstung setzt. Sowohl die Uno-Beitrittsinitiative als auch die Initiative für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst (ZFD) sind in den beiden kommenden Jahren als Kampagnenplattform für eine derartige, breite friedenspolitische Allianz geeignet. Auch die neue Armeeabschaffungsinitiative – die im Gegensatz zur Initiative von 1989 die sensible Dimension des aussenpolitischen Engagements mit bewaffneten Mitteln explizit aufnimmt – passt in diese Dynamik. Niemand erwartet, dass das von Hug angesprochenen friedenspolitische Netz geschlossen für die Armeeabschaffung eintritt. Viel wichtiger ist auch, dass diese Initiative breite Bevölkerungskreise, die sich sonst politisch sonst kaum engagieren, für die aussenpolitische Alternative der Linken mobilisieren kann. Wenn das gelingt, wird selbst diese radikale Initiative das heterogene Netz organisierter friedenspolitischer Kräfte stärken. Die Bedeutung des MG-Referendums Zwischen diesen beiden Optionen muss sich die friedenspolitische Linke inhaltlich entscheiden. Sie darf sich dabei ihre Position nicht von der nationalkonservativen Seite diktieren lassen. Nur weil die Nationalkonservativen auf ihrem sicherheitspolitisch immer absurder werdenden Isolationismus beharren, darf sich die Linke nicht auf ein globales Konfliktmanagement einlassen, das repressive Mittel in den Vordergrund stellt. Die Linke kann allerdings nicht gleichzeitig eine glaubwürdige friedenspolitische Alternative entwickeln und die VBS-Armeereform samt erweitertem Aufgabenspektrum, Nato-Zusammenarbeit und neuen Rüstungsprogrammen unterstützen. Daher muss sie das vom Parlament in der Herbstsession verabschiedete neue Militärgesetz entschlossen ablehnen. Nach dem durchaus möglichen Sieg in der kommenden Volksabstimmung käme die Frage der internationalen Friedensinterventionen zweifellos bald wieder aufs Tapet. Die Linke hätte dann alle Trümpfe in der Hand, um ihre friedenspolitischen Minimalbedingungen im Parlament endlich durchzusetzen. Nur diese im Frühling 1999 von der Umverteilungs-Kerngruppe, der GSoA, dem cfd, dem Friedensrat und anderen friedenspolitischen Gruppen erarbeiteten Minimalbedigungen (Uno-Mandat, Beteiligung ausschliesslich an friedenserhaltenden Operationen, Bewaffnung nur zum Selbstschutz im Sinne des UN-Peacekeeping) geben eine gewisse Gewähr dafür, dass weitere Auslandeinsätze der Schweizer Armee nicht der Nato sondern der Uno dienen (die friedenspolitische Plattform ist abrufbar auf: www.gsoa.ch). Die GSoA hat das laufende Referendum gegen das Militärgesetz nicht gewünscht. Wir sind der Meinung, die friedenspolitischen Minimalbedingungen hätten mit mehr Entschlossenheit und Klarheit auf der Linken bereits in der aktuellen Parlamentsdebatte durchgesetzt werden können. Selbst noch in der Schlussabstimmung im Nationalrat hätte die Ratslinke mit einem geschlossenen Auftritt diesen Gesetzestext kippen und damit eine Neudiskussion erzwingen können. Das ist leider nicht passiert. Das Referendum, so hoffen wir nun zusammen mit verschiedenen anderen Gruppierungen, kann dies nochmals korrigieren. Wenn sich die Linke wieder auf der friedenspolitischen Konsensposition vom Frühling 1999 findet, würde dies nicht nur der Modernisierungsdurchmarsch der Armee bremsen, sondern auch den überdrehten Neutralitäts-Diskurs der nationalkonservativen Rechten eindämmen. Wir sind überzeugt: Es bringt friedenspolitisch mehr, den kritischen Druck auf die Armee XXI aufrechtzuerhalten, statt aus einer Position der Schwäche heraus diese Armeemodernisierung zu unterstützen. Die Linke muss für ihre eigenen friedens- und sicherheitspolitischen Überzeugungen kämpfen, der Armee Grenzen setzen und auf eine Zivilisierung der internationalen Konfliktpolitik hinarbeiten. Dies ist nicht nur inhaltlich glaubwürdiger sondern, wie das Schicksal der Umverteilungsinitiative zeigt, auch an den Urne erfolgsversprechender. Für das GSoA-Sekretariat Anfang Dezember 2000: Daniela Mitchell; Nico Lutz, Stefan Luzi, Tobia Schneebli, Jürg Wiedemann
Stefan Luzi <stefan@gsoa>
Friday, December 15, 2000 at 15:08:13 (CET)
So weit sind wir also: Es genügt, wenn die SVP dagegen ist. Dann sollen wir dafür sein?! Von wegen unheiligen Allianzen und so. Den Trick kennen wir schon aus der Asyl- und Ausländergesetzgebung. Was wurde da alles geschluckt, um "Schlimmeres" zu verhindern! Es ist Zeit, dass die Linke sich wieder innerhalb der Friedenspolitik und der Grundrechte deutlich positioniert und sich nicht von einem Sachzwang zum nächsten drängen lässt. Mit freundlichen Grüssen Angeline F.
Angeline Fankhauser <a.fankhauser@bluewin.ch>
Wednesday, October 25, 2000 at 19:44:57 (CEST)
Fürs erste mal nur ein ganz technischer Kommentar: Eure Site ist zwar hübsch (obwohl ich die Stahldraht-Symbolik nicht ganz verstehe), aber sie hat zwei Nachteile: 1. dauert es eine ganze weile, bis auch nur die erste Seite heruntergeladen ist, weil alle Links als Grafiken gemacht sind. Textlinks sind weniger hübsch, aber hundertmal schneller. 2. habt ihr nicht an all die armen Menschen mit ihren alten 14-Zoll-Bildschirmen gedacht. Der Frame mit den Hauptlinks ragt unten ein schönes Stück aus dem Bildschirm heraus und hat (auch wieder aus ästhetischen Gründen, wie ich vermute) keinen eigenen Rollbalken. Es gelingt mir deshalb nur mit einem Trick, die Links "SiteMap" und "Home" sichtbar zu machen. Und, ohne Ankündigung: 3. Die Sitemap ist auch hübsch, aber ziemlich unübersichtlich. Warum muss das alles auch so "gääggig" daher kommen? Trotzdem Gratulation zu eurem Internetstart und herzliche Grüsse! hanspeter
Hanspeter Siegfried <siegfried-giger@dplanet.ch>
Thursday, October 19, 2000 at 22:01:08 (CEST)
Willkommen im FriZ-Forum!
test <testerin@gmx.net>
Wednesday, October 18, 2000 at 12:55:03 (CEST)

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