Minen wissen nicht, ob Frieden ist

Die Konvention über ein Verbot des Gebrauchs, der Lagerung, der Produktion und des Handels von Personenminen trat am 1. März in Kraft. Über 40 Länder haben es bisher ratifiziert. Dieser Anlass wurde beispielsweise vom Hilfswerk der evangelischen Kirchen in der Schweiz HEKS mit einer "Minenräumung" in Zürich gewürdig. Auf der Gemüsebrücke wurde auf das Schicksal der Menschen aufmerksam gemacht, die tagtäglich von den weltweit über 100 Mio Minen verletzt oder getötet werden. Alle 20 Minuten geschieht ein Unfall mit Minen, meistens sind die Opfer Kinder. Am Beispiel Kambodschas zeigte das HEKS auch die wirtschaftlichen und ökologischen Folgen der Minenverseu-chung auf: 70% des Landes sind betroffen, das mit Minen durchsetzte Gebiet ist Reisanbauland: 1,7 Mio Kambodschaner-Innen leiden an Unterernährung. In Kambodscha kommen auf 10 Mio Einwohner 10 Millionen Minen. Die Anschaffung einer Personenmine kostet rund 10 Franken schreibt das HEKS im Communiqué, die Entschärfung 1000 Franken. Deshalb muss das Engagement gegen Personenminen weitergehen – zur Entminung in den betroffenen Ländern, zur Unterstützung der von Minen Verletzten.

Informationen: HEKS, Postfach, 8035 Zürich, oder: Homepage des internat. Roten Kreuzes www.icrc.org


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