Als erste Preisträgerin durfte Reinhild Traitler den Marga Bührig-Preis am 24. Mai 2003 in der Zürcher Shedhalle entgegen nehmen. Sie erhielt die Auszeichnung in Anerkennung ihrer Tätigkeit als Studienleiterin am Evangelischen Tagungs- und Studienzentrum Boldern, Männedorf, in der Ökumenischen Frauenbewegung der Schweiz und im ganzen europäischen Raum.
Mit Reinhild Traitler wurde eine kreative und produktive Persönlichkeit geehrt, die mit hoher Kompetenz und Stehvermögen während 18 Jahren feministische Bildungsarbeit geleistet hat: Sie hat Neuschöpfungen wie den "Ausbildungskurs feministischer Theologie" ATF und die Europäische FrauenSommerakademie entwickelt und zusammen mit zahlreichen Mitarbeiterinnen zum Spiel- und Lernfeld von Hunderten von Frauen im Aufbruch aus traditionellen Strukturen in Kirche und Gesellschaft gemacht. Mit dem "European Women's College" EWC initiierte sie ein Basis-Studium für Frauen ohne akademische Vorbildung in Sprache, Philosophie, Ökonomie, Politik auf Grund feministischer Biographiearbeit. Auch ihre jüngste Initiative "Europäisches Projekt für interreligiöses Lernen" EPIL eröffnet neue Horizonte.
Reinhild Traitlers schriftstellerisches und publizistisches Schaffen trug zur Ausstrahlung ihrer Bildungsangebote bei. Sie hat die Pionierarbeit ihrer Vorgängerinnen Marga Bührig und Else Kähler weiter entwickelt und damit einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass feministische Theologie heute in weiten Kreisen wahr- und ernstgenommen wird.
Der Marga Bührig-Anerkennungspreis wird gemeinsam verliehen von der Interessengemeinschaft Feministische Theologinnen Schweiz und der Interessengemeinschaft Frauenkirchen Schweiz.
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