Cyber War


Das Internet sei ein Spiegel der Menschheit, schreiben André Jacomet und Adrian Wiesmann in ihrem Beitrag zum Schwerpunkt Cyber War. Wenn wir in diesen Spiegel blicken, dann erkennen wir das Gesicht des Kriegs auch hier, im so genannten Cyberspace. Auf den Datennetzen herrscht ein täglicher Kleinkrieg mit Computerviren und anderen Cyberwaffen, ausgetragen zwischen Geheimdiensten, militärischen Sonderkommandos, Hackern und Cyberterroristen, deren Identität und Motive weitgehend im Dunkeln bleiben. Die Opfer sind wie im realen Krieg meist zivile ComputerbenutzerInnen und Unternehmen, deren Systeme und Webseiten gestört oder zerstört werden. Cyberwar ist ein Krieg ohne direkte Todesopfer, aber mit enormen wirtschaftlichen Schäden. Horrorszenarien sehen gar einen "digitalen Weltkrieg" auf uns zukommen, der die elektronische Infrastruktur ganzer Länder auslöschen könnte. Es gibt aber auch ExpertInnen, welche die Bedrohung nicht so dramatisch sehen, wie Stefan Krempl aufzeigt. Sicher ist: Die Friedensbewegung muss sich auch für "Abrüstung im Cyberspace" einsetzen, wie sie die Berliner "Forschungsgruppe Informationsgesellschaft und Sicherheitspolitik" fordert. Denn Krieg kann heute überall losbrechen – vor allem dort, wo wir ihn am wenigsten erwarten.


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