Editorial 4/01

Liebe Leserinnen und Leser

 

Am Anfang war der Krieg und er ist immer noch da. Nach dem Ersten Weltkrieg ging ein Aufschrei durch Europa: Nie wieder Krieg! Doch entgegen jeder Vernunft gelang es den Mächtigen seither neue Feindbilder aufzubauen, Armeen aufzurüsten und Kriege anzuzetteln. Vernunft scheint ein abstrakter Begriff zu sein, der sich gegen Habgier und Machtstreben nicht durchsetzen kann. Der Philosoph Heinz Hüsser setzt sich im Thema dieses Hefts mit dem Menschen als natürliches und denkendes Wesen auseinander. Seine Aussage lautet: "Wenn überhaupt retten wir uns nur denkend aus der nächsten Katastrophe."

Aber es gibt auch noch den andern Begriff: Hoffnung. "Die Hoffnung auf Frieden kann den Blick trüben für die Realität", sagt Igal, ein Journalist aus Tel Aviv. Doch sie gibt auch all jenen Kraft, die sich für den Frieden einsetzen, den Frauen in Palästina, im Iran, den unermüdlich Engagierten in den Friedensorganisationen auf der ganzen Welt, die sich zu einem starken Netz verbunden haben.

Die FriZ ist ein winziger Knoten in diesem Netz. Seit drei Monaten arbeite ich hier als Redaktorin. Viele meiner Bekannten haben zuvor noch nie etwas von der FriZ gehört. Das möchte ich ändern. Ich erlaube mir hohe Ziele zu setzen und hoffe auch auf Sie als engagierte LeserInnen.

Christa Zopfi

 

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Editorial aus Nr. 4/2001

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